A-4020 Linz | Museumstraße 17 | T: +43 732 730 093

A-1030 Wien | Marxergasse 34 | T: +43 1513 0800 | Anwaltssprechstelle

A-4311 Schwertberg | Bachstraße 20c | T: +43 7262 53555 | Filiale

Impressum

© Poduschka Anwaltsgesellschaft MBH

Haftpflichtversicherung

Bei der Haftpflichtversicherung handelt es sich um eine der meistunterschätzten Versicherungen:  Verursacht man als Fußgänger oder Fahrradfahrer im Straßenverkehr einen Unfall, beschädigen die Kinder beim Spielen parkende Autos oder schießen mit einem Fußball die Fensterscheibe des Nachbarhauses ein: für all diese Fälle benötigt man eine Privathaftpflichtversicherung. Die Prämien sind meist gering, wenn man eine Haushaltsversicherung hat, sind die im gemeinsamen Haushalt lebenden Familien Mitglieder in der Regel mitversichert.  Aber da fängt schon das erste Problem an: was ist zB mit studierenden Kindern? Was ist während der Bundesheerzeit? Was ist während des Zivildienstes? Wenn die Kinder aus dem gemeinsamen Haushalt ausziehen, sind sie oft nur bis zu einem bestimmten Lebensjahr oder gar nicht versichert. Das kann man ganz leicht ändern, für ein paar Euro können sie weiterhin mitversichert bleiben. Viele übersehen das jedoch und gibt es dann Probleme bei der Deckung.
 

Die Haftpflichtversicherung deckt grundsätzlich Personenschäden, Sachschäden und Vermögensschäden ab.

Was die wenigsten wissen ist, dass die Haftpflichtversicherung auch gleichzeitig eine Rechtsschutzversicherung ist. Wenn man selbst zu Unrecht in Anspruch genommen wird, zahlt ihre Haftpflichtversicherung auch die Abwehr unberechtigt geltend gemachter Ansprüche, das heißt ihren Anwalt.

In folgenden Fällen zahlt die private Haftpflichtversicherung grundsätzlich nicht:

-Vorsätzlich verursachte Schäden
-Schäden, die aus vorsätzlich begangenen strafbaren Vergehen entstanden sind
-Geldstrafen und Schäden durch Vertragspflichtverletzungen
-Schäden, die während der Arbeit verursacht werden

Haftpflichtversicherer berufen sich oft darauf, dass der Schaden nicht unverzüglich gemeldet wurde. Selbst wenn sie tatsächlich nicht ganz schnell waren, kann die Tatsache der verspäteten Schadensmeldung nicht automatisch dazu führen, dass nicht bezahlt wird. Dies ist nur möglich, wenn es durch die verspätete Meldung zu einer sogenannten Gefahrenerhöhung gekommen ist.

Ein weiterer Grund, warum oft die Deckung abgelehnt wird, ist die grobe Fahrlässigkeit. Der Versicherer argumentiert damit, dass der Verstoß so extrem gewesen wäre, dass die Versicherung aussteigen darf. Dies ist dann meist ein juristischer Streitfall, bei dem wir Sie gerne unterstützen.

Grundsätzlich gilt natürlich auch bei dieser Sparte, dass Sie eine rasche und präzise Schadensmeldung spätestens innerhalb einer Woche machen sollten. Wenn die Versicherung dann die Auszahlung verweigert, stehen wir für eine kostenlose Erstberatung gerne zur Verfügung.

Grundsätzlich ist zwischen der Kfz-Haftpflicht-Versicherung auf der einen Seite und der Kaskoversicherung auf der anderen Seite zu unterscheiden.

Während die Kfz-Haftpflicht-Versicherung gesetzlich für jeden Autofahrer vorgeschrieben ist, ist die Kaskoversicherung freiwillig.

Deckungsverweigerungen werden – insbesondere seitens der Kaskoversicherung – gerne darauf gestützt, dass Obliegenheiten vom Versicherungsnehmer nicht eingehalten worden wären. Dies betrifft insbesondere die unerlaubte Entfernung von der Unfallstelle beziehungsweise die nicht unverzügliche Schadensmeldung.

 

Wir unterstützen Sie gerne bei der Geltendmachung sämtliche Schäden aus den oben genannten Versicherungen.